openSUSE - merging Factory and Tumbleweed

Nach der Bekanntgabe, dass die Factory Repositories nun als vollwertige Rolling Release Distrubution verwendet werden können, folgt nun der nächste Schritt: Tumbleweed und Factory werden zusammgeführt.

Seit den weitreichenden Änderungen im Entwicklungsprozess des Linux-basierten Betriebssystems openSUSE gab es seit der Umstellung von Factory zu einem Rolling Release Repository mit Tumbleweed zwei konkurrierende Rolling Release-Systeme auf Basis von openSUSE.

Während Factory jedoch auch weiterhin der Entwicklungszweig blieb, war Tumbleweed so konzipiert, dass es auf Basis einer stabilen openSUSE Version Basispakete wie den Kernel stabil behält, während Pakete wie beispielsweise die Desktopoberflächen GNOME oder KDE Plasma und Anwendungersoftware auf dem aktuellsten Stand gehalten wird.

Nachdem auch der Initiator des Tumbleweed-Projekts bereits seit längerem bekannt gegeben hatte, sich schrittweise zurück ziehen zu wollen, wurde nun beschlossen Factory und Tumbleweed zusammenzuführen.

Dabei wird der Name Tumbleweed für die Rolling Release Distribution a la Factory beibehalten. Factory wird wieder reiner Entwicklungszweig.

Das neue Konzept dahinter scheint somit - zumindest entfernt - vergleichbar mit dem Konzept von Debian zu sein, wo mit Sid (Unstable) ein Entwicklungszweig existiert und mit Jessie (Testing) eine Testumgebung für die nächste stabile Version. Während jedoch weder Sid noch Jessie (aktueller Codename des zukünftigen Debian 8) vom Debianprojekt zum wirklichen Einsatz gedacht sind, zielt Tumbleweed darauf ab eine stabile Rolling Release Platform vergleichbar mit Arch Linux und anderen Rolling Release Distributionen anzubieten.

Auch wenn ich weiterhin eher zu den stabilen Versionen und Fixed Releases greifen werde, finde ich openSUSE tumbleweed einen guten Schritt in die richtige Richtung. Schon die Umstellung von Factory hat in den Beta-Releases und dem kürzlich veröffentlichten openSUSE 13.2 Release Candidate 1 gezeigt, dass der zusätzliche Input durch Nutzer der Rolling Release Variante für stabilere Entwicklungsversionen gesorgt hat, was auf ein ausgereiftes openSUSE 13.2 am Releasetag (04. November 2014) hoffen lässt.

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